NetBox dokumentiert als DCIM/IPAM-Tool den Soll-Zustand deines Netzwerks und liefert die Datenbasis für Automatisierung. i-doit bildet als ITIL-CMDB deine gesamte IT ab: Assets, Verträge, Prozesse. Die eigentliche Frage lautet deshalb selten „Welches ist besser?", sondern: ersetzen, koppeln oder beides behalten?
NetBox und i-doit konkurrieren nur an der Oberfläche. Darunter liegen zwei Werkzeugklassen und drei saubere Entscheidungen.
Beide sind etabliert und Open Source verfügbar. Der Unterschied liegt im Zweck, nicht in der Qualität.
NetBox ist ein Open-Source-Tool unter Apache-2.0-Lizenz, das DCIM (Data Center Infrastructure Management) und IPAM (IP Address Management) in einem Datenmodell vereint. Es dokumentiert den Soll-Zustand des Netzwerks: Standorte, Racks, Geräte, Interfaces, Verkabelung, Präfixe, VLANs.
Entwickelt wurde NetBox 2015 von Jeremy Stretch bei DigitalOcean, seit Juni 2016 ist es Open Source. NetBox Cloud und NetBox Enterprise kommen von NetBox Labs (gegründet 2023), die Community-Version bleibt kostenlos. REST- und GraphQL-API, Webhooks und ein Plugin-Ökosystem machen NetBox zur Datenbasis für Automatisierung mit Ansible oder Terraform.
i-doit ist eine ITIL-orientierte CMDB (Configuration Management Database) und IT-Dokumentationslösung auf PHP-Basis. Sie erschien erstmals 2004 (Version 0.8) und wird in Düsseldorf entwickelt: ursprünglich von der synetics GmbH, heute als Teil der i-doit Group.
Der Fokus reicht weit übers Netzwerk hinaus: i-doit dokumentiert Hardware, Software, Lizenzen, Verträge, Gebäude, Räume und Etagen. Discovery liefert das JDisc-Add-on, weitere Add-ons decken BSI IT-Grundschutz (VIVA2) und Change Management (RfC) ab. Angebunden wird über eine JSON-RPC-API sowie CSV/XML, mit Integrationen für Nagios, Icinga, Check_MK und OTRS.
Beide Projekte haben eine kostenlose Open-Source-Variante und ein kommerzielles Modell. Die Logik dahinter unterscheidet sich deutlich.
Apache-2.0-Lizenz, kostenlos und ohne Objektlimit. Voller Kern: DCIM, IPAM, REST- und GraphQL-API, Webhooks, Plugins. Betrieb in Eigenregie.
Von NetBox Labs: gehostete bzw. Enterprise-Variante mit Support und Zusatzfunktionen. Die Community-Version bleibt frei.
Freie Software unter AGPLv3, kostenlos nutzbar. Wichtig fürs Budget: CSV-Import und API sind bei i-doit primär der Pro-Version vorbehalten.
Jährliche Subscription, gestaffelt nach dokumentierten Objekten: Small (unter 1.000), Medium (bis 5.000), Large (bis 10.000), Flex (über 10.000). Einstieg ab 619 Euro pro Jahr, mit Gewährleistung und erweitertem Funktionsumfang.
In fast jeder Dimension zeigt sich derselbe Unterschied: Tiefe im Netzwerk bei NetBox, Breite über die gesamte IT bei i-doit.
NetBox modelliert den Soll-Zustand des Netzwerks als Grundlage für Automatisierung. i-doit inventarisiert die IT als Bestand, inklusive kaufmännischer Sicht auf Verträge, Lizenzen und Standorte.
NetBox bringt ein kuratiertes Netzwerk-Schema mit: Sites, Racks, Devices, Prefixes, VLANs. i-doit arbeitet mit flexiblen Objekttypen, von der Lizenz bis zur Gebäude-Etage.
NetBox: REST- und GraphQL-API, Webhooks, Event Rules, Custom Scripts. i-doit: JSON-RPC-API (primär in der Pro-Version) plus CSV/XML.
i-doit erhält automatisches Discovery über das JDisc-Add-on. NetBox pflegt den Soll-Zustand bewusst; Discovery- und Abgleich-Funktionen bietet das kommerzielle NetBox-Labs-Umfeld.
i-doit punktet mit ITIL-Prozessen, BSI IT-Grundschutz (VIVA2-Add-on) und Change Management (RfC). NetBox liefert den sauberen, nachvollziehbaren Netz-Soll-Zustand als Audit-Grundlage.
NetBox hat eine große internationale Community (20.000+ GitHub-Stars) und viele Plugins. i-doit ist in DACH verbreitet, auch in großen Umgebungen: Forumsberichte nennen 14.000+ Objekte inklusive IPAM.
Steht die Werkzeugklasse schon fest und du suchst NetBox-Alternativen aus der eigenen Werkzeugklasse? Dann lies unseren Vergleich NetBox vs. Nautobot.
Die echte Frage in den meisten Teams ist nicht „NetBox oder i-doit?", sondern: ersetzen oder koppeln? Die API-Kopplung ist ein real praktiziertes Szenario und in der i-doit-Community beschrieben.
Lege fest, welches System für welche Daten führend ist. Bewährt: NetBox führt den Netzwerk-Soll-Zustand, i-doit führt Assets, Verträge und ITSM-Prozesse.
Definiere, welche Felder in welche Richtung fließen. Oft reicht eine Richtung: NetBox als Quelle für Netzdaten, i-doit liest mit.
Ein Sync-Skript oder eine Middleware gleicht zyklisch ab, NetBox-Webhooks stoßen Updates ereignisgesteuert an.
Praxis-Hinweis: Die JSON-RPC-API ist bei i-doit primär ein Pro-Feature, das gehört in die Budgetplanung. Steht am Ende doch ein Umstieg oder Teilumstieg an, begleitet dich unsere Migrationsberatung von der Bestandsaufnahme bis zum Cutover.
Auf unserem YouTube-Kanal nscon - Sicher vernetzt findest du Deep-Dives, How-Tos und Best Practices rund um NetBox, Automatisierung und Compliance.
Kläre zuerst, ob du eine Netzwerk-Source-of-Truth, eine ITIL-CMDB oder beides brauchst. Danach ist die Toolfrage fast beantwortet. Als NetBox Labs Partner in DACH beraten wir dich ehrlich, auch wenn die Antwort „koppeln statt ersetzen" lautet.
Erste Ansprechpartnerin für Migrations-, Demo- und Managed-Service-Anfragen. Übersetzt zwischen Buying Center und Engineering.
Routing-, Switching- und Automatisierungs-Tiefe. Bringt Enterprise-Erfahrung in Datenmodell und RBAC-Konzept ein.
Architekt der Migrationsmethodik. Technischer Lead Managed NetBox Services: Datenmodell, API, Automatisierung.
Über 10 Jahre Netzwerk- & Security-Beratung. Host des Podcasts „Sicher vernetzt". Treibt die NetBox-Labs-Partnerschaft.
Was andere zum Thema NetBox vs. i-doit wissen wollen.
Kostenfreies Erstgespräch: Wir schauen auf deine Umgebung und deine Automatisierungsziele und geben dir eine ehrliche Empfehlung.
Wir schauen gemeinsam auf deine Umgebung und sagen dir ehrlich, ob ersetzen, koppeln oder beides der richtige Weg ist. Kein Vertrieb, keine Verpflichtung.